Das zufällige Freunde- und Tagebuch. Das Buch, was verbindet und Zufälle aufdeckt

von Miriam Neugebauer
Designentwurf Bild
Studiengang: Design & Leadership
Dozent/in: Prof. Martina Wetzel

Wonach suchen wir unsere Freunde aus? Wer das gleiche Hobby hat oder wer für denselben Verein jubelt? Wer die gemeinsame Herkunft, Kindheit oder am meisten Erlebnisse mit einem teilt? Wählen wir sie zufällig aus? Aber was bedeutet überhaupt Zufall? Habt ihr euch schon einmal Gedanken über den „Zufall“ gemacht? Wir sprechen in vielen Situation davon und sagen oft, es sei ein Zufall. Aber was genau ist überhaupt der Zufall? Wir mussten alle durch das Leidensthema Stochastik in der Schule und haben an der Stelle gelernt, dass wir alle Wahrscheinlichkeiten errechnen können. Wir haben Situationen auf den Tisch gelegt bekommen und mussten ausrechnen, wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Fall Realität wird. Wir haben Aussagen getroffen, dass es sehr wahrscheinlich ist, und haben es sogar in Prozenten angegeben oder eben das Gegenteil, dass etwas unwahrscheinlich bzw. unmöglich ist. Wenn wir das ausrechnen können, stell ich mir die Frage: Gibt es den Zufall dann überhaupt? Können wir davon sprechen, dass etwas zufällig passiert ist, oder können wir wirklich alles berechnen? Mit meiner Studienarbeit will ich den Punkt Freundschaften und Zufall miteinander verbinden. Wie könnten Interessen und Merkmale besser ausgetauscht werden als über Freundebücher. Jeder kennt sie, jeder hat sie im Schrank. Dieses Prinzip wird in meiner Studienarbeit angewandt. Meine Studienarbeit unterscheidet sich jedoch im Aufbau und der Struktur von den üblichen Freundebüchern. Es ist nämlich „Das zufällige Freunde-und Tagebuch. Das Buch, was verbindet und Zufälle aufdeckt“. Wie es im Namen schon steht, soll es zum einem verbinden, Geschichten von den Leuten erzählen und Zufälle durch die Erzählungen und Beantwortung der Fragen aufdecken. Eine Besonderheit ist, dass jeder insgesamt vier Einzelseiten zum Ausfüllen hat und keine Seite in dem Buch identisch ist. Die Grundidee ist es, dass 15 Freunde aus unterschiedlichen Freundeskreisen, welche ca. in einem Radius von 150km leben, in das Buch schreiben und so Gemeinsamkeiten aber auch Zufälle untereinander aufgedeckt werden. Dabei stelle ich mir am Ende die Frage, sind die Gemeinsamkeiten wirklich durch Zufall aufgedeckt worden oder hätte ich von vorne rein die Wahrscheinlichkeit der Ergebnisse errechnen können?

Weitere Projekte aus dem Studiengang Design & Leadership